Doch noch Hoffnung für den Klimaschutz?

Kurzstatement Biogasrat+ e. V. zum Koalitionsvertrag

Berlin, 07.02.2018. „Der Koalitionsvertrag, auf den sich die künftigen Regierungspartner CDU/CSU und SPD heute verständigt haben, lässt zumindest hoffen, dass der Klimaschutz nicht mit Vollgas an die Wand gefahren wird.“ Zu dieser kurzen Einschätzung kommt der Biogasrat+ e. V., der es ausdrücklich begrüßt, dass im jetzt verhandelten Abschlusspapier einige gesetzgeberische Vorhaben wieder thematisiert werden. Dazu gehören ein modernes Gebäudeenergiegesetz und die Verbesserung der Ausschreibungsbedingungen für Bioenergieanlagen, die allerdings nach Ansicht des Verbandes nicht nur für Bestands-, sondern auch für Neuanlagen gelten müssen. Die Zwischenstände der Verhandlungen hatten zunächst befürchten lassen, dass die künftige deutsche Bundesregierung weiterhin ausschließlich auf erneuerbaren Strom aus Wind- und Sonnenkraft setzen und damit die selbst beschlossenen Klimaschutzziele verfehlen wird. „Klimaschutz muss heute anfangen! Dazu müssen alle zur Verfügung stehenden klimaschützenden Technologien genutzt werden“, appelliert Janet Hochi, Geschäftsführerin des Biogasrat+ e. V., an die politisch Verantwortlichen und verweist auf die nachweisbaren Potenziale von Biogas und Biomethan in allen Energieverbrauchssektoren.

Der Biogasrat+ e. V. begrüßt es, dass im Verkehrsbereich, einem der Hauptemittenten klimaschädlicher Gase, die Treibhausgas-Minderungsquote weiterentwickelt und die Biokraftstoffförderung unter Einsatz von Rest- und Abfallstoffen sowie auf pflanzlicher Basis vorangetrieben werden soll. Hier hat sich die grüne Gastechnologie mit Biomethan in den letzten Jahren in der Praxis bewährt und kann einen entscheidenden Beitrag leisten. Auch das Ziel, Deutschland zum Standort für LNG-Infrastruktur zu machen, unterstützt der Verband, fordert aber in diesem Kontext, die Potenziale von Bio-LNG zu berücksichtigen. „Die geplante Einsetzung einer Kommission zur Erarbeitung einer Strategie für bezahlbare und nachhaltige Mobilität muss alle verfügbaren Optionen in Betracht ziehen und darf sich nicht allein auf E-Mobilität beschränken“, mahnt Hochi. Der Verband erwartet hier eine sachgerechte und faktenbasierte Prüfung aller Technologien zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen in allen Verbrauchssektoren.

Pressekontakt:
Dr. Karin Retzlaff
karin.retzlaff@biogasrat.de
Tel.: +49 30 206 218 100

 

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