Logo2 (2)

jQuery Slideshow

Quotenmodell für Erneuerbare? – Nein danke!

Berlin, 06.09.2013. „Den Vorschlag der Monopolkommission, auf ein Quotenmodell für die Förderung erneuerbarer Energien umzusteigen, lehnen wir ganz entschieden ab“, erklärt Reinhard Schultz, Geschäftsführer des Biogasrat+ e.V. mit Blick auf das gestern veröffentlichte Sondergutachten „Energie 2013: Wettbewerb in Zeiten der Energiewende“. Die Einführung einer Quote, bei der die Energieversorger verpflichtet werden, einen bestimmten Anteil Erneuerbare einzusetzen, berge die erhebliche Gefahr, dass der Markt für Erneuerbare auch von diesen dominiert würde, so Schultz. „Derzeit haben wir eine Vielzahl an Marktakteuren, die im Bereich der Erneuerbaren unterwegs sind, ein Quotenmodell würde diese Marktvielfalt deutlich reduzieren und den Wettbewerb einschränken.“ Dies könne eigentlich auch nicht im Sinne der Monopolkommission sein, zeigt sich Schultz verwundert und verweist zugleich auf die negativen Erfahrungen in anderen europäischen Staaten, wie z.B. Großbritannien und Belgien.

Die dringende Notwendigkeit, den Zubau der Erneuerbaren marktnah und kosteneffizient zu steuern, sieht auch der Biogasrat+ e.V., der aktuell gemeinsam mit renommierten Forschungsinstitutionen an einer umfassenden und konsistenten Gesamtstrategie zur künftigen Ausgestaltung der Energieversorgung arbeitet. „Unser Ziel ist der klima- und kosteneffiziente, aber auch versorgungsichere Umbau des bestehenden Strommarktes, der die Markt- und Systemintegration erneuerbarer Energien berücksichtigt und den Schwerpunkt dabei auf lastnahe und dezentrale Energieerzeugung legt. Im Mittelpunkt steht dabei die grundlegende Revision der bestehenden Fördermechanismen ebenso wie eine Neujustierung der Systemverantwortlichkeiten“, erläutert Schultz. Auch an der Einführung der verpflichtenden Direktvermarktung - einsatzstoffunabhängig - für alle erneubaren Energien hält der Biogasrat+ weiter fest, deren Umsetzung bereits bei der EEG-Novelle 2012 gefordert wurde. „In unserem Modell werden lediglich die technologiespezifischen Mehrkosten gegenüber der fossilen Energieerzeugung über einen Zuschlag ausgeglichen und Mehrkosten in der Startphase abgesichert“, so Schultz. Damit werde der Wettbewerb unter den Erneuerbaren gefördert und die bedarfsgerechte Erzeugung angereizt. Darüber hinaus soll der Ausbau volatiler Erneuerbarer künftig nur noch unter Berücksichtigung der Kapazität der Infrastruktur und des Bedarfs erfolgen.

Die Rolle von Biogas und Biomethan im künftigen Energieversorgungssystem bewertet Geschäftsführer Schultz als essentiell. „Bereits heute leisten Biogas/Biomethan als kontinuierlich verfügbare und flexibel einsetzbare Energieträger einen wichtigen Beitrag zur Systemstabilität der Energieversorgung. Dieser Beitrag wird, aufgrund der Zunahme fluktuierender Energien und damit verbundener Schwankungen im System, aber auch bedingt durch den Wegfall konventioneller Kraftwerkskapazitäten, unerlässlich für eine sichere Energieversorgung der Zukunft.“

Die Pressemitteilung könen Sie als pdf herunterladen.

Pressekontakt:
Janet Hochi/Nantje T. Zimmermann
Tel.: +49 30 201 431 33
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!