Pressemitteilungen

Biogasrat+: Bundesregierung auf Bremspedal bei Energiewende und Klimaschutz

Berlin, 07.07.2017. „Deutschland hat mit der Energiewende eine Vorreiterrolle übernommen, das war konsequent und fortschrittlich, nun aber drohen wir an der Umsetzung zu scheitern“, erklärt Janet Hochi, Geschäftsführerin des Biogasrat+ e.V. anlässlich des heute beginnenden G20 Gipfels, bei dem Klimaschutz ein wesentliches Thema sein wird. Als Vorbild für andere Länder könne Deutschland in Sachen Klimaschutz aktuell kaum noch gelten, da die Energiewende in Deutschland massiv an Schwung verloren hat. In den letzten 12 Monaten ist der Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch nur um ein halbes Prozent gestiegen, während klimaschädliche Treibhausgasemissionen in einigen Sektoren weiter zunehmen. „Deutschland wird seine CO2-Reduktionsziele bis 2020 deutlich verfehlen, weil die Bundesregierung auf dem Bremspedal bei der Energiewende steht“, kritisiert Hochi die aktuellen politischen Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien.

Im Fokus der Kritik steht vor allem der mangelnde politische Wille, alle bestehenden Treibhausgasminderungspotenziale zu nutzen. Dabei darf nach Ansicht des Biogasrat+ e. V. nicht nur die Dekarbonisierung des Stromsektors im Mittelpunkt stehen, sondern müssen auch im Wärme- und Mobilitätbereich deutliche CO2-Einsparungen erreicht werden. „Ein wichtiger, erster Schritt in diese Richtung ist der diskriminierungsfreie, technologieoffene Einsatz aller erneuerbaren Energietechnologien und -formen in allen Sektoren“, betont Hochi. Dem müssten, so der Verband, mittelfristig verpflichtende CO2-Minderungsziele als politische Leitgröße folgen. Das hätte den Vorteil, dass die Marktteilnehmer selbst entscheiden könnten, wie sie diese erreichen.

Deutschland könne seine Vorbildfunktion in der Welt beim Thema Klimaschutz zurückgewinnen, wenn erneuerbare Energien wieder zum Motor für einen erfolgreichen Klimaschutz werden, ist Hochi überzeugt. „Grünes Gas kann hierbei eine Schlüsselrolle übernehmen.“

Pressekontakt:
Dr. Karin Retzlaff
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Tel.: +49 30 206 218 100

 

Seite 4 von 56