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Biogas und Biomethan sind für die dezentrale Energieversorgung unverzichtbar

Parlamentarier bekennen sich klar zur Bioenergie

Berlin, 21.03.2014 „Wir kämpfen weiter für eine Zukunft von Biogas und Biomethan im neuen EEG. Unser Parlamentarischer Abend in dieser Woche hat uns gezeigt, dass wir in diesem Kampf nicht alleine stehen. Mit der Zuversicht der Parlamentarier setzen wir unsere Arbeit mit Volldampf fort, um das Ruder herumzureißen und der Politik zu verdeutlichen, dass Biogas/Biomethan die einzig grundlastfähige erneuerbare Energie ist, die unser Energiesystem CO2-neutral stabilisieren kann“, erklärt Reinhard Schultz, Geschäftsführer des Biogasrat+ e.V., zufrieden.

„Der Parlamentarische Abend war eine runde Sache. Die fachkundigen Referenten haben den Gästen unserer gut besuchten Abendveranstaltung verdeutlicht, dass Biogas und Biomethan sowohl ökologisch als auch ökonomisch und gesellschaftliche wichtig sind“, stellt Schultz fest. So betonte Dr. Anton Daubner, 1. Vorsitzender des Biogasrat+ und CEO der agri.capital Holding, in seinem Eröffnungsvortrag die immensen Investitionen in Höhe von ca. 16 Mrd. € in die Bioenergie und die Wichtigkeit der Branche mit ihren rund 50.000 Arbeitsplätzen für den gesamten Arbeitsmarkt. Eine Umsetzung des aktuell vorliegenden Referentenentwurfes würde diese wirtschaftliche Kraft zerstören. Einen drohenden Markteinbruch bestätigte auch Jörg Fischer, CFO der EnviTec Biogas AG, in seinem Vortrag. Er zeigte in einer Beispielrechnung auf, dass mit dem Referentenentwurf die Finanzierung von Neuanlagen in Deutschland kaum möglich sei und der Anlagenbau dazu gezwungen werde, seine lokale Wertschöpfung und Know-How ins Ausland zu verlagern, wo Biogasanlagen nach deutschem Vorbild noch eher eine Zukunft hätten.

„Aus diesem Grund sind wir bereit, auch neue Wege zu beschreiten und schlagen eine Überführung von Biomethan ins KWK-Gesetz vor. Die Anwaltskanzlei NOERR LLP, auf unserem Parlamentarischen Abend vertreten durch den Energieexperten Dr. Martin Geipel, unterstützt den Biogasrat+ dabei, das Fördersystem für konventionelle KWK und Biomethan-BHKW zu vereinheitlichen und damit ein level playing field zu schaffen. Danach wird dem Anlagenbetreiber zusätzlich zum KWK-Zuschlag ein Klima-Zuschlag gewährt, sofern er Erdgas mit Biomethan substituiert“, berichtet Schultz.

Auch Clemens Neumann, Ministerialdirektor im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, fand deutliche und motivierende Worte für die Alleskönner-Energie Biomethan. Neumann bekennt sich klar zu der energetischen Verwertung von Biomasse und betonte, dass in Deutschland und Europa noch große Potenziale zu heben seien. Außerdem hob auch er die Wichtigkeit von Biogas für die Weiterentwicklung des ländlichen Raumes hervor.

Schultz: „Wir freuen uns sehr über die klaren Statements von Herrn Neumann sowie den anwesenden Parlamentariern zu Biogas/Biomethan.“ Sowohl Alois Gerig, MdB (CDU/CSU), als auch Friedrich Ostendorff, MdB (Bündnis 90/Die Grünen), und Ralph Lenkert, MdB (DIE LINKE), bekannten sich zur energetischen Verwertung von Biomasse in Biogasanlagen und unterstrichen die Notwendigkeit des Vertrauens- und Bestandsschutzes für die Branche. „Das sind überaus wichtige Signale für die Branche, mit denen wir gestärkt in die weiteren politischen Verhandlungen gehen. Im Übrigen begrüßt der Biogasrat+ das Vorhaben eine Nachhaltigkeitsstrategie für den Energiepflanzenanbau zu erstellen und hat bereits mit der Erarbeitung von Ansatzpunkten begonnen. So finden wir sicherlich einen wirtschaftlich und ökologisch gangbaren Weg, ein erneuerbares Energiesystem aufzubauen, in der jede erneuerbare Energie ihre Berechtigung hat – so eben auch Biogas und Biomethan.“

 

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