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Biomethanbranche fordert mehr Wettbewerb im EEG 2016

Biogasrat+ e. V.: Effiziente Neuanlagen für die Stromerzeugung aus Biomasse werden ausgebremst

Berlin, 04.07.2016
. Scharf kritisiert der Biogasrat+ e.V. anlässlich der heutigen Anhörung im Bundestag zum EEG 2016 die willkürliche politische Diskriminierung von Neuanlagen zur Stromerzeugung aus Biomasse bei den geplanten Ausschreibungen. „Wenn es tatsächlich einen Ausbau von 150 Megawatt pro Jahr und perspektivisch 200 Megawatt pro Jahr bei der Stromerzeugung aus Biomasse geben soll, dann müssen Neuanlagen eine wettbewerbliche Chance bekommen und nicht bereits im Vorhinein durch einen geringeren Gebotshöchstwert von 14,88 Ct/kWh gegenüber Bestandsanlagen mit einem Gebotshöchstwert von 16,9 Ct/kWh aus dem Rennen geworfen werden“, erklärt Janet Hochi, Geschäftsführerin des Biogasrat+ e. V. Aktuell entstehe der Eindruck bei den Unternehmen der Bioenergiebranche, dass nur noch Altanlagen geduldet würden und kosteneffiziente, wettbewerblich agierende Anlagenkonzepte nicht mehr gewünscht seien, so der Verband.

Der Biogasrat+ appelliert daher an die Bundestagsabgeordneten ein faires Ausschreibungsmodell für Biomasse im EEG 2016 zu schaffen und den Gebotshöchstwert für Neuanlagen anzupassen, damit auch moderne, effiziente und energiewirtwirtschaftlich sinnvolle Bioenergieprojekte in den Ausschreibungen eine Zukunft haben. „Es geht uns um eine langfristige verlässliche Perspektive für unsere Branche, allein auf den Bestandserhalt zu fokussieren, ist ein Tod auf Raten“, stellt Hochi klar. Ebenso kritisiert der Biogasrat die Vorschläge zur Einführung von so genannten Korrekturfaktoren für Anlagengrößen als wettbewerbsfern. „Mit willkürlich festgelegten Korrekturfaktoren werden kostenineffiziente Bioenergieprojekte bevorzugt. Das erinnert an alte Förderregime und widerspricht dem von der Politik propagierten Paradigmenwechsel bei der Vergütung für erneuerbaren Strom, mit dem der von Bundesminister Gabriel beanstandete „Welpenschutz“ für die Erneuerbaren beendet werden soll“, betont die Geschäftsführerin des Bioenergieverbandes.

Mit einem einfachen, aber fairen Ausschreibungsverfahren ohne Überregulierungen und einem flexiblen Substrateinsatz können nach Ansicht des Biogasrat+ e. V. große Potenziale zur kosteneffizienten Realisierung von Bioenergieprojekten gehoben werden. „Die Biomethanbranche stellt sich dem Systemwechsel im Rahmen der Ausschreibungen hin zu mehr Wettbewerb, erwartet aber von der Politik Rahmenbedingungen, die wettbewerbliches Agieren in unserer Branche möglich machen. Das heißt, keine Diskriminierung zwischen Neu- und Altanlagen bei den Gebotshöchstwerten und keine Differenzierung nach Leistungsklassen oder Einsatzstoffen im EEG 2016. Nur so werden sich die wirtschaftlichsten und damit kosteneffizienten Bioenergieprojekte durchsetzen.“

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Dr. Karin Retzlaff
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